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Richtig Üben

1.  Setze dir ein Ziel: Warum und wofür übst du?

2.  Bleibe zielbewußt. Dann stellt sich nie die Frage, ob du Zeit oder Lust zum Üben hast.

3. Leistung  bringt Selbstvertrauen. Ein kleiner Schritt bringt  ein Erfolgserlebnis, ein          großer, unvollendeter erzeugt das Gefühl der Vergeblichkeit. Mache dir die kleinen Schritte zur Gewohnheit.

4.  Suche die für dich günstigsten Arbeitsbedingungen: innere Ruhe und kein störenden Einflüsse der Außenwelt.

5.  Kümmere dich nicht darum, wer und wieviele dir beim Üben zuhören.

6.  Schöpfe die Kraft zu deinem Tun aus deiner Vorstellungskraft. Sei überzeugt, daß du alles vermagst, was du wirklich willst.

7.  Lerne aus Mißlungenem und stehe Fehlern offen gegenüber. Sie zeigen dir auch, auf welcher Stufe du momentan stehst und spornen dich an, höher zu steigen. Die Angst vor dem „Fehler” und vor dem Versagen kann dir dann nichts  anhaben.

8.  Spiele viel Kammermusik, möglichst mit Spielern, die etwas weiter sind als du. So musiziert ihr gemeinsam, und du kannst noch etwas dazu lernen. Höre auch viel guten Gesang.

9.  Strebst du zur höchsten  Stufe, so suche dir ein großes Vorbild und verspreche dir, es eines Tages zu übertreffen; übe aber immer jetzt.

10. Übe niemals länger als drei Stunden am Tag! Die Lebenszeit ist kurz und kostbar. Lies statt dessen gute Bücher, treibe genügend Körperertüchtigung und führe ein heiteres Leben.

11. Sei allen Geboten und Verhaltensvorschriften gegenüber vorsichtig und mißtrauisch - auch gegenüber den elf hier genannten!

 

Vom Üben

Um zur Vollendung zu gelangen, sollte der Spieler alle technischen Probleme auf die veschiedensten Weisen üben:

  • 1. Verschiedene Tempi von sehr langsam bis sehr schnell, anfangs immer langsam.
  • 2. Verschiedene Lautstärke von sehr leise bis sehr stark.
  • 3. Verschiedene Rhythmen.
  • 4. Veschieden Arten von Takten, auch mit verschobener Betonung.
  • 5. Verschiedene Artikulationen.
  • 6. Kombination der verschiedenen Parameter.
  • 7.  Pedalstudium  nach Bewältigung der Punkte 1 - 6.

Mit Geduld und Aufmerksamkeit wird die gute Technik danach erreicht sein:                             Leichtigkeit, Klarheit, deutliche Rhythmik,
gute und deutliche Artikulation, gleichmäßige Dynamik

Dies alles bildet das nötige Fundament für die Arbeit am musikalischen Inhalt. Auch die schwierigste Stelle sollte nicht öfter als sechs- bis achtmal hintereinander mit größter Aufmerksamkeit gespielt werden. Die Arbeitspausen sind so wichtig wie die Arbeit selbst. Vernünftiges Üben ermüdet nicht und spart Zeit.

Alle Arbeit aber ist bedeutungslos ohne die Inspiration.